In Loßburg schlägt das Kunststoffherz höher

In Loßburg schlägt das Kunststoffherz…

5.700 Kunden aus 53 Nationen kamen vom 8. bis 11. März 2023 zu den Arburg Jubiläums-Tagen in die „Denkfabrik“ nach Loßburg, Deutschland. Auf der Veranstaltung, die in sonstigen Jahren Technologie-Tage heißt, war alles zu finden, was das Kunststoffherz höherschlagen lässt. Der Ausstellungsbereich erstreckte sich über das ganze Unternehmen: Neben mehr als 50 Exponaten und innovativen Anwendungen beeindruckte Arburg durch seine gebündelten Kompetenzen zu wichtigen Themen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Energieeffizienz und Automation.

Die begeisterten Gäste konnten an den Exponaten im Kundencenter, in der Effizienz-Arena, im Schulungs- und im Servicebereich, in der Automations-Arena sowie im Rahmen von Rundgängen durch den Betrieb und Fachvorträgen live und in Farbe spüren, was das Familienunternehmen mit seiner 100-jährigen Geschichte ausmacht: nachhaltiges Handeln, innovative Ideen, Vordenken und gebündeltes Know-how in der ressourcen-schonenden und produktionseffizienten Kunststoffteilefertigung.

Highlight: Jubiläumsmaschine mit neuer Technologie

Ein hybrider Allrounder 470 H vor goldenem Hintergrund zog im Kundencenter großes Interesse auf sich. Die Jubiläumsmaschine bereitet die Bühne für eine neue Maschinentechnologie aus dem Hause Arburg – energiesparend, ressourcenschonend, produktionseffizient, bedienfreundlich und zuverlässig zugleich. Zu den technischen Features zählen ein neues Ölmanagement-Konzept, die Förderstromteilung für gleichzeitige Bewegungen hydraulischer Nebenachsen und der erweiterte Einsatz der Arburg-Servohydraulik. Dank der Leistungsvarianten „Comfort“, „Premium“ und „Ultimate“ sowie verschiedener Spritzeinheiten und zahlreicher Optionen lassen sich die neuen Allrounder 470 H exakt auf die jeweiligen Kundenanforderungen anpassen.

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Jubiläumsmaschine: Der hybride Allrounder 470 H bereitet die Bühne für eine neue Maschinentechnologie, die besonders energiesparend, ressourcenschonend, produktionseffizient, bedienfreundlich und zuverlässig ist.


Live: Kunststoffverarbeitung zum Anfassen

Insgesamt produzierten über 50 Exponate auf den Jubiläums-Tagen live spritzgegossene und 3D-gedruckte Bauteile. Zu sehen waren zahlreiche Neuheiten, spannende Anwendungen und innovative Verfahren. Dabei verarbeitete rund jede zweite Maschine alternative Kunststoffe oder Rezyklate. So fertigte z. B. ein Allrounder 470 S Dosierlöffel aus Maisstärke, die sich in Wasser auflösen und kompostierbar sind, während ein Allrounder 320 C Golden Edition Post-Consumer-Rezyklat verarbeitete, das aus gebrauchten Kühlschränken gewonnen und in den Kreislauf zurückgeführt wurde. In das Material war auch ein unsichtbarer „Tracer“ eincompoundiert, durch den sich jedes Teil fälschungssicher identifizieren ließ. Bei einer besonders ressourcenschonenden Anwendung für die Verpackungsindustrie wurde besonderer Wert auf ein materialsparendes Bauteil-Design und Energieeffizienz gelegt: Ein Allrounder 720 A „Ultimate“ produzierte in einer Zykluszeit von 3,95 Sekunden vier dünnwandige IML-Rundbecher mit einer Wandstärke von nur 0,37 Millimetern. Durch Kombination der neuen vollelektrischen Packaging-Maschine mit dem Spritzprägeverfahren verbessert sich die Energiebilanz um 20 Prozent bei signifikanter Reduktion des Bauteilgewichts von 13 auf 10,8 Gramm.

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5.700 Kunden aus 53 Nationen kamen vom 8. bis 11. März 2023 zu den Arburg Jubiläums-Tagen in die „Denkfabrik“ nach Loßburg. Erster Anlaufpunkt war das Kundencenter mit zahlreichen Exponaten und spannenden Anwendungen in Sachen Spritzgießen und 3D-Druck.


Zu weiteren Anwendungs-Highlights zählten z. B. das vollautomatisierte Spritzstreckblasen von Impfstoffbehältern, die Herstellung gebrauchsfertiger Luer-Lock-Konnektoren für die Pharmaindustrie sowie die Fertigung von Reifenhebern, die sich über einen „unsichtbaren Fingerprint“ rückverfolgen lassen.
Freeformer-Exponate und 3D-Drucker von innovatiQ präsentierten das gesamte Portfolio für die industrielle additive Fertigung. Ein Highlight war der neue Freeformer 750-3X mit einem rund 2,5 Mal größeren Bauraum und höherer Baugeschwindigkeit im Vergleich zum Freeformer 300-3X – bei gleichbleibenden Außenmaßen. Gleichzeitig wird der Prozess schneller und wirtschaftlicher. Zu sehen waren zudem Freeformer in Hochtemperatur- und in Soft-Ausführung zur Verarbeitung von Kunststoffgranulaten sowie die Baureihen TiQ und LiQ, die auf Basis von Filamenten und Flüssigsilikon 3D-drucken.