Allrounder 920 H: Turnkey-Anlage fertigt Werkzeugkoffer im Arburg-Design

Allrounder 920 H: Turnkey-Anlage…

Arburg ist auf der Fakuma 2023 mit neun Exponaten auf dem Stand 3101 in Halle A3 sowie mit zehn weiteren Maschinen auf Partnerständen präsent. Ein hybrider Allrounder 920 H mit 5.000 kN Schließkraft fertigt live die Hauptkomponenten des begehrten Werkzeugkoffers im Arburg-Design. Die Turnkey-Anlage umfasst auch einen in die Maschinensteuerung integrierten Scara-Roboter, ein lineares Robot-System Multilift V und ein innovatives Werkzeugträgersystem. Abschließend wird das hochwertige Kunststoff-Produkt manuell komplettiert und der stylische Werkzeugkoffer an die Messebesucher ausgegeben.

Für eine hochwertige Ästhetik des Give-Aways mit Ecken und Kanten sorgen z. B. hinterspritzte 3D-Folien und ein heißgeprägter Arburg-Schriftzug. Das zugehörige Mittelteil, der Griff und die Verschluss-Clips sowie die Füße wurden bei Arburg in Loßburg ebenfalls auf Allroundern vorproduziert.

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Eine flexible Turnkey-Anlage rund um einen hybriden Allrounder 920 H fertigt auf der Fakuma 2023 die Hauptkomponenten des begehrten Werkzeugkoffers im Arburg-Design.

Automatisiert: Robot-Systeme arbeiten Hand in Hand

Der Fertigungszelle werden über einen Doppelschiebetisch auf Werkstückträgern positionierte Folieninserts zugeführt. Ein über die Gestica-Steuerung programmierbarer Scara-Roboter von KUKA bereitet die vorproduzierten Folieninserts auf und legt sie entsprechend der Kavitäten-Abstände des Werkzeugs auf eine Zentrierstation. Dann kommt ein lineares Robot-System zum Zug: Der Multilift V 40 holt die Inserts ab, fährt zu ihrer Reinigung an einem Ionisationsstab vorbei und legt sie in das 1+1-fach-Werkzeug ein. Dort werden sie im Insert-Moulding-Verfahren hinterspritzt. Dann werden die beiden Spritzteile entnommen. Der erhabene Arburg-Schriftzug an der Oberschale wird in einer Heißprägestation inline veredelt und diese schließlich samt Unterschale über ein Fördersystem ausgeschleust. Das innovative Werkzeugträger system ist mit einem manuellen Arbeitsplatz außerhalb der Turnkey-Anlage kombiniert, an dem der Werkzeugkoffer mit zugehörigem Mittelteil, Griff, Verschluss-Clips sowie Füßen komplettiert wird.

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Die Handhabung der Werkzeugkoffer-Hälften übernehmen ein Scara-Roboter und ein lineares Robot-System Multilift V 40.

Nachhaltig: Biomaterialien und Rezyklat aus PET-Folien

Für die Hauptkomponenten wird ein nachhaltiges, Biomasse-bilanziertes und ISCC-zertifiziertes PC/ABS von Covestro verarbeitet. Für die Koffer-Verschlüsse und -Griffe kommen Komponenten aus dem Material Recopound des Arburg-Partners Leonhard Kurz zum Einsatz, das aus Post-Industrial-Rezyklat (PIR) auf Basis von PET-Folien gewonnen wurde. Es zeichnet sich gegenüber Neumaterial um bis zu 40 Prozent weniger CO2-Verbrauch aus. Für eine homogene Materialaufbereitung und gleichbleibend hohe Produktqualität ist das Exponat mit dem Rezyklat-Paket von Arburg ausgestattet, das Hard- und Software-Elemente umfasst.

„Intelligente“ Assistenzsysteme

„Intelligente“ Gestica-Assistenten unterstützen aktiv an der Maschine. Für eine Füllsimulation direkt in der Steuerung ist die Funktion „aXw Control FillAssist“ mit dem Varimos Plug-in des Partners Simcon vernetzt. Mit Hilfe dieser KI-unterstützten Variantenanalyse von Cadmould wird die Spritzgießsimulation mit dem FillAssist automatisiert und „lernt“, welche Auswirkungen die Änderungen von Maschinenparametern haben. Eine weitere Assistenzfunktion bei dieser Anwendung ist der „aXw Control EnergyAssist“ für optimiertes Ein- und Ausschalten aller Heizzonen. Für eine bionisch optimierte Druckregelung sorgt der „aXw Control PressurePilot“. Aus der adaptiven Prozesssteuerung mit Hilfe des Features „aXw control RecyclatePilot“ resultiert ergänzend zum Rezyklat-Paket ein stabiles Schussgewicht.

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Stylischer Werkzeugkoffer: Für eine hochwertige Ästhetik sorgen unter anderem umspritzte 3D-Folien und ein heißgeprägter Arburg-Schriftzug.

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