Konjunkturwelle in Europa angekommen

Konjunkturwelle in Europa…

In bester Stimmung startet Engel in die fünf Messetage auf der Fakuma 2021. „Wir freuen uns, uns wieder persönlich mit unseren Kunden und Partnern auszutauschen. Nach einer langen Messeabstinenz ist das Interesse, Innovationen live zu erleben, groß“, sagt Dr. Christoph Steger, CSO der Engel Gruppe, zum Auftakt in Friedrichshafen. Selbst wenn die Auswirkungen der Pandemie nach wie vor einige am Reisen hindern, erwartet Engel wichtige Impulse. „Die Märkte erholen sich schneller als erwartet“, so Steger. „Die Nachfrage ist groß, die Kunststoffbranche packt die Herausforderungen der Digitalisierung, des Klimawandels und der Transformation der Automobilindustrie mit viel Dynamik an.“ Die Fakuma bietet hierfür die technologischen Antworten.

„Wir gehen davon aus, dass wir bis zum Ende des Geschäftsjahres im März kommenden Jahres unseren Auftragseingang um etwa 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr werden steigern können“, unterstreicht Steger. „Damit werden wir das Geschäftsjahr 2021/22 mit einem Umsatz in der Nähe des Vorkrisenniveaus abschließen können.“ Im letzten Geschäftsjahr 2020/21 erwirtschaftete die Engel Gruppe einen Umsatz von 1,1 Mrd. Euro. Davor waren es im Geschäftsjahr 2019/20 1,3 Mrd. Euro.
Der Ausblick gestaltet sich jedoch nach wie vor schwierig und ist mit großen Unsicherheiten verbunden. Risikofaktoren sind unter anderem Materialengpässe, massive Steigerungen der Rohmaterialpreise und die noch nicht überstandene Corona-Pandemie.

Investitionsstau in Automotive aufgelöst

Die Automobilindustrie meldet sich mit starker Kraft zurück. „Der Investitionsstau hat sich gelöst, es wird wieder investiert und das weltweit“, berichtet Steger. „Im Fokus ist nun klar die Elektromobilität, die innovative Spritzgießlösungen erfordert.“ Dass in einigen Betrieben die Bänder aufgrund des Chipmangels stillstehen, hat allerdings bereits Auswirkungen auf Investitionen in Spritzgießtechnologien. Inwieweit das Wachstum dadurch nachhaltig gehemmt wird, werden die nächsten Wochen und Monate zeigen.

In der Business Unit Technical Moulding, die unter anderem Sport- und Freizeitartikel, Haushaltswaren sowie Produkte für die Bauindustrie und Logistik umfasst, ist der durch die Pandemie ausgelöste Nachfrageboom noch immer zu spüren, wenngleich in den meisten Bereichen mit einer baldigen Sättigung der Märkte zu rechnen ist. Aufgrund des starken Wachstums hat Technical Moulding in der Umsatzverteilung von Engel zu Automotive aufgeschlossen, und wird voraussichtlich auch in den kommenden Jahren auf einem vergleichbaren Niveau liegen. Neben der starken Bau- und Logistikindustrie eröffnet die Modernisierung der Maschinenparks, die aktuell in vielen Betrieben zu beobachten ist, viel Potenzial.

Die Medizintechnik wächst seit vielen Jahren kontinuierlich und hatte durch Covid-19 zusätzlichen Schub erfahren. Inzwischen normalisiert sich die Nachfrage im Diagnostikbereich wieder. Zivilisationskrankheiten wie Diabetes und Atemwegserkrankungen sorgen für weiteres Wachstum in diesem Geschäftsbereich.
Packaging bewegt sich auf einem stabilen Niveau. Hier sind es innovative Lösungen mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft, die zukünftiges Potenzial eröffnen. Elektrisch angetriebene Spritzgießmaschinen stehen im Fokus.

Im Teletronics Bereich bescheren vor allem einzelne Großprojekte für neue Produkte einen Anstieg im Auftragseingang. Insbesondere in Europa ist der zunehmende Bedarf an Steckern zu spüren. Treiber hierfür sind der 5G-Ausbau sowie der Trend zu Cloud- und Smart-Home-Anwendungen. Die verstärkte Nachfrage im Bereich von Großmaschinen ist auf den Trend zu immer größeren Fernsehern zurückzuführen. Vertikalmaschinen profitieren aktuell von neuen Sensorik-Anwendungen.

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Verzeichnet im Auftragseingang ein Plus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr: ENGEL mit Stammsitz in Schwertberg, Österreich.


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