Mit Arburg in die digitale Zukunft der Kunststoffverarbeitung

Mit Arburg in die digitale…

Arburg präsentiert auf der Chinaplas vom 21. bis 24. Mai 2019 in Guangzhou, China, die digitale Zukunft der Kunststoff-verarbeitung. Auf dem Messestand A41 in Halle 5.1. werden zum Thema Digitalisierung das neue Kundenportal, das Potenzial von Augmented Reality (AR) im Service und digitale Assistenzsysteme vorgestellt.

Anwendungs-Highlight ist eine komplexe Turnkey-Anlage, die im Spritzgießtakt gebrauchs-fertige LSR/LSR-Armbanduhren produziert. Weitere Exponate sind ein elektrischer Allrounder der Baureihe Golden Electric mit einer medizintechnischen Anwendung und ein Freeformer 200-3X für die industrielle additive Fertigung. Die drei Maschinenexponate sind über das Arburg Leitrechnersystem ALS vernetzt.

„Digitale Transformation ist ein Thema, das wir als Branchenführer schon vor Jahren in den Fokus gerückt haben und aktuell mit der Kampagne ‚Road to Digitalisation‘ wegweisend prägen“, erklärt Zhao Tong, Geschäftsführer der Arburg-Organisationen in China. „Wir zeigen unseren Kunden, wie sie mit unseren innovativen Lösungen im Bereich Spritzgießen, additiver Fertigung und Automation auf der Erfolgsspur bleiben und gehen mit ihnen gemeinsam den Weg in die digitale Zukunft der Kunststoff¬verarbeitung. So können sie die Anforderungen gemäß dem staatlichen Industrie-Entwicklungsplan ‚Made in China 2025‘ rundum erfüllen.“

Branchenvorreiter beim Thema Digitalisierung

Arburg verfügt über mehr als 30 Jahre Know-how in der IT-vernetzten Fertigung. Darüber hinaus treibt das global aufgestellte Unternehmen die Digitalisierung bei seinen Geschäftsprozessen und Dienstleistungen voran. Das Angebot für die IT-vernetzte und produktionseffiziente Kunststoffteilefertigung reicht von digitalen Assistenzpaketen über Predicitive Maintenance und Remote Service bis zum neuen Kundenportal und dem eigenen MES, dem Arburg Leitrechnersystem ALS. Als zentraler Baustein von Industrie 4.0 ermöglicht ALS den Online-Datenaustausch über Produktions-einrichtungen und -standorte hinweg (horizontale Integration) ebenso wie mit einem PPS/ERP-System (vertikale Integration). Auf der Chinaplas sind alle Maschinenexponate mit ALS vernetzt.

Das neue Kundenportal, das in Guangzhou erstmals in einer chinesischen Version zu sehen ist, stellt über eine Cloud-Lösung verschiedene Dienstleistungen gebündelt und übersichtlich bereit. Zu den zentralen Applikationen (Apps) zählen das „Machine Center“, daszu jeder Maschine wichtige Informationen und Dokumente enthält, der „Shop“ für die Bestellung von Ersatzteilen und das „Service Center“. Zudem können sich die Messebesucher über die sechs digitalen Arburg-Assistenzpakete für das Starten, Einrichten, Optimieren, Produzieren, Überwachen und Servicen von Allrounder-Spritzgießmaschinen informieren sowie das Potenzial von Augmented Reality (AR) im Service an einem Praxisbeispiel selbst erleben.

arburg ipad shop app

Das neue Kundenportal von Arburg stellt über eine Cloud-Lösung verschiedene Dienstleistungen bereit. Ein wichtiges Feature ist die App „Shop“ zur Online-Bestellung von Ersatzteilen.

Anspruchsvolle LSR-Verarbeitung: Uhren im Spritzgießtakt

Arburg ist ein Pionier im Flüssigsilikon- und Mehrkomponenten-Spritzgießen und verfügt über langjährige Turnkey-Kompetenz. ALs Anwendungs-Highlight und Maßstab dafür, was mit der LSR-Verarbeitung heute machbar ist, wird auf der Chinaplas 2019 die Produktion von LSR/LSR-Armbanduhren demonstriert. Ein hydraulischer Zwei-Komponenten-Allrounder 570 S mit 2.200 kN Schließkraft und in L-Stellung zueinander angeordneten Spritzeinheiten der Größen 400 und 70 fertigt in 70 Sekunden Zykluszeit vollautomatisch zwei zweifarbige Armbänder aus den LSR-Materialien Silopren 2670 (Härte 70 Shore A) und 2630 (Härte 30 Shore A). Das 2+2-fach-Werkzeug stammt von Rico, die LSR-Anlage von 2KM. Deren neues Kamerasystem „CPP reader“ erkennt automatisch, ob jede der beiden LSR-Komponenten mit dem richtigen Fass bestückt wurde. Mit einem linearen Robot-System Multilift V 15 erfolgt die Montage Uhr im Spritzgießtakt. Es entnimmt die Armbänder und legt sie in eine Kühl- und dann in eine Montagestation ab. Dort werden sie mit dem Uhrgehäuse und einem Verschluss „ready-to-use“ komplettiert.
Eine weitere Mehrkomponenten-Anwendung ist beim Partner Mehow auf dem Stand B81 in Halle 5.1 zu sehen. Dort produziert ein hydraulischer Zwei-Komponenten-Allrounder 470 S Wasserbecher aus PC und LSR. Die Handhabung übernimmt ein Sechs-Achs-Roboter.