MSV als größte des letzten Jahrzehnts

MSV als größte des letzten…
Die diesjährige Jubiläums-MSV, die 60. Auflage der Internationalen Maschinenbaumesse, präsentiert Technologien der Spitzenklasse und das Beste aus Geschichte und Gegenwart der tschechischen und slowakischen Industrie. Vom 1. bis 5. Oktober finden auf dem Brünner Messegelände gleich sechs Industriemessen sowie eine einzigartige Ausstellung anlässlich des 100. Gründungsjubiläums der Tschechoslowakei statt.

Das Interesse der Aussteller an der 60. Auflage der MSV ist das stärkste seit zehn Jahren. Alle Messehallen sind ausgebucht, insgesamt nehmen rund 1650 Firmen aus mehr als 30 Ländern teil. Die Aussteller möchten durch Qualität und Ideenreichtum ihrer Stände beeindrucken, so dass den Besucher in jeder Halle eine attraktive Schau geboten wird. Spitzenmaschinen werden live produzieren, Roboter mit ihren menschlichen Kollegen zusammenarbeiten, und mittels virtueller Realität kann man sich in Fabriken versetzen lassen, die nach den Grundsätzen von Industrie 4.0 arbeiten. Zugleich erinnert eine Rückschau in die Geschichte an Legenden der tschechischen und slowakischen Industrie und feiert so das 100. Gründungsjubiläums des gemeinsamen Staates der Tschechen und Slowaken.

Die MSV ist das Flaggschiff mehrerer verbundener Industriemessen. Zusammen mit ihr finden fünf weitere internationale Fachmessen statt, die stets in geraden Jahren in Brünn abgehalten werden. Die IMT ist eine Schau der Werkzeug- und Umformmaschinen, die Fond-Ex konzentriert sich auf Gießereitechnik, die Welding wiederum auf Schweißtechnik. Die Profintech stellt Technologien für die Oberflächenbehandlung vor, und die Plastex ist die Fachmesse für Kunststoffe, Kautschuk und Verbundwerkstoffe.

Seite an Seite mit tschechischen Firmen, ob nun heimischen Herstellern oder Niederlassungen ausländischer Anbieter, sind Messestände von Ausstellern aus ganz Europa und von weiteren Kontinenten zu sehen. Der Anteil ausländischer Teilnehmer wird so wie in den letzten Jahren respektable von 50% erreichen, die meisten von ihnen kommen aus Deutschland. Sehr stark vertreten sind auch die Slowakei, Italien und Österreich.

Werkzeugmaschinen der Spitzenklasse und Roboter einer neuen Generation

Die Brünner Maschinenbaumesse kann sich selbstverständlich kein führender tschechischer Hersteller von Werkzeug- und Umformmaschinen entgehen lassen, angekündigt sind viele interessante Neuheiten. Der Werkzeugmaschinenhersteller Tajmac-ZPS aus dem mittelmährischen Zlín belegt in Halle P nahezu 400 m2, auf denen er vier Maschinen einschließlich des stark innovierten Vertikalzentrums MCFV 1260iP ausstellt. Einen weiteren nicht zu übersehenden Stand baut Kovosvit Mas auf. Neben anderen Maschinen bringt die Firma die völlig neue Kompaktdrehmaschine KL 285 MC zur Messe, die gemäß Industrie 4.0 selber ihre Auslastung meldet und auf Zusammenarbeit mit Robotern und Automation oder Eingliederung in Fertigungsstraßen vorbereitet ist. Von den Umformmaschinenherstellern verdient gewiss die Firma Šmeral Brno Aufmerksamkeit, die in Halle B eine revolutionäre Neuheit ihres Produktionsprogramms vorstellt - eine hydraulische Präzisionsschneidemaschine mit unterem Antrieb unter der Typenbezeichnung FBM Šmeral 440.

In der Halle P stellt sich diesmal auch ABB vor, dessen Stand unter dem Titel „Neues Zeitalter der Robotertechnik“ einer der attraktivsten der ganzen Messe werden dürfte. Die Messebesucher können sich auf praktische Vorführungen von Robotersystemen freuen - Einsatz in einer Fertigungsstraße für die Automobilindustrie, Biegen von Rohren, Bin-Picking-Technologie oder Montage kleiner Teile. Zu sehen sind Neuheiten und interessante Anwendungen aus den Bereichen Digitalisierung, Simplifizierung und Kollaboration unter Einsatz neuer Technologien und noch intuitiverer Programmiermöglichkeiten für Roboter. Hauptattraktion soll die einarmige Version des kooperativen Roboters YuMi werden, der bislang schnellste und kompakteste Roboter von ABB. Mit seinen nur 9,5 kg kann er zum Beispiel an die Wand oder Decke befestigt und so in beliebige Arbeitsumgebungen eingebunden werden.