Das Problem des WEEE Recyclings sind die schwarzen Kunststoffe

Aufbereitung von Tonerkartuschen

Eine besondere Herausforderung liegt in der Aufbereitung von Tonerkartuschen. Weltweit wurden mehrere hunderttausende Millionen Tonerkartuschen verkauft, wobei mit Sicherheit der größte Teil bereits nach kurzer Zeit leer gedruckt und damit Abfall war. Ein Teil dieser Tonerkartuschen wird durch entsprechende Betriebe wieder gefüllt, ein Teil wird durch die Hersteller gesammelt und aufbereitet - der größte Teil der Tonerkartuschen landet im Müll, da für dieses Produktgemisch keine geeigneten Aufbereitungsverfahren bestehen (siehe Bild 4).

Auch zur Aufbereitung der Kunststoffe aus Tonerkartuschen ist die elektrostatische Separation ideal. Nach Zerkleinerung, Entfernung der Toner-Reste, Abtrennung der Metallteile und Schwimm-Sink-Trennung zur Konzentration der Kunststoff-Materialien erhält man eine komplett schwarze Mischung aus PS und ABS. Dieses Material im Korngrößenbereich <10 mm wird nun im ersten Schritt durch elektrostatische Separation mit dem Korona-Walzen-Scheider Typ hamos KWS vom größten Teil der Metalle und Elastomere getrennt. Elastomere in Tonerkasetten sind überwiegend leitfähig und können durch Leiter-Nichtleiter-Trennung problemlos abgetrennt werden. Wie Versuche gezeigt haben, gelingt es, durch mehrstufige Separation Gummi-Gehalte im Bereich weniger ppm zu erreichen!

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Bild 3: Elastomer-Fraktion nach Separation von hamos RSS

Die anschließende Separation im elektrostatischen Separator Typ hamos EKS zur Erzeugung sauberer Kunststoff-Fraktionen wie ABS oder PS ist problemlos. Da die Separation unabhängig von der Farbe erfolgt, können auch diese komplett schwarz eingefärbten Materialien problemlos mit sehr hoher Reinheit getrennt werden.

Nach Durchlaufen der Aufbereitungsstrecke sind die Mahlgüter ABS und PS anschließend so sauber, dass sie wieder bei der Produktion neuer Tonerkassetten eingesetzt werden können. Man erhält also einen komplett geschlossenen Kreislauf "von der Tonerkassette zum Abfall über sauberes Mahlgut zur neuen Kassette".

Auf diese Weise wird der größte Teil der in einer Tonerkassette enthaltenen wertvollen Ressourcen zurückgewonnen. Es ist damit also möglich, fast das gesamte in diesen Toner-Kassetten steckende Wertstoffpotenzial auszunutzen. Dies war in der Vergangenheit nicht möglich, da es nicht gelang, die schwarzen Kunststoffe sortenrein voneinander zu trennen. Ohne die elektrostatische Separationsmöglichkeit würde wohl der größte Teil der schwarzen Kunststoffe thermisch verwertet werden, d.h., unwiederbringlich in der Verbrennung landen.

Selinda Sliz
Marketing Director
hamos Gmbh



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